Armer Barry Manilow oder musik. Richter?

 

 

Jeder, der schon mal Rolf Zuckowski oder Heino in der Dauerschleife hören musste, weiß, wie einem Musik den Tag versauen kann. Ein Richter in den USA hat sich nun diesen Umstand bei der Bestrafung von Menschen zu Nutze gemacht, die zu laut waren. Anstatt einer Geldstrafe müssen sie Musik hören und zwar eine Stunde lang.

Eine Stunde lang Musik in voller Lautstärke, von Barry Manilow bis zum nervigem Kinderlied: Ein Richter in den USA hat eine neue Methode gefunden, Leute, die ihre Mitmenschen mit Lärm belästigen, in ihre Schranken zu verweisen.

Richter Paul Sacco hat sich zu der neuen Vorgehensweise entschlossen, nachdem er festgestellt hatte, dass die „Lärm-Täter“, die vor seinem Richterstuhl in Colorado landeten, auch nach einer Verurteilung ihre lautstarken Hobbys nicht einstellten und ihre Nachbarn weiter terrorisierten.

Weder Geldstrafen noch gemeinnützige Arbeit schien dem Richter ein probates Mittel, um die Täter davon abzuhalten weiter mit Bands lautstark zu proben oder die Stereoanlage bis zum Anschlag aufzudrehen. Immer wieder landeten die Wiederholungstäter vor dem Richterstuhl.

Also entschied Richter Sacco, die Unbelehrbaren mit ihren eigenen Waffen zu schlagen. „Wenn ich es mir so anschaue, ist das der richtige Weg, wie man diesen Menschen Manieren beibringt.“ Seit der Einführung des neuen Strafmaßes, soll die Rückfallquote bei den Lärmbelästigungen deutlich gesunken sein.

Besonders wichtig an der Strafe ist, dass die Täter die Musik, die sie zu hören bekommen, nicht gut finden. Aus diesem Grund sind einige Gerichtsmitarbeiter beim Vollzug der musikalischen Strafstunde anwesend und ändern sofort das Programm, wenn der Täter sich zu den Klängen der Musik allzu sehr entspannt.

27.11.08 09:17

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